Pastinaken - altes Gemüse neu entdeckt

Knackfrisch, vitaminreich, lecker: Wintergemüse gehört zu den wichtigsten Nährstoff-Lieferanten in der kalten Jahreszeit. Bei einem Besuch auf dem Wochenmarkt wird deutlich, wie groß die Auswahl ist. Das Sortiment reicht von Weißkohl, Wirsing, Rotkohl über Steckrüben und Grünkohl bis Rosenkohl. Ebenso beliebt sind Schwarzwurzeln, Petersilienwurzel, Rote Bete und vor allem Pastinaken. Nach Ansicht von Gemüsehändler Dirk Meyer vom Hamburger Isemarkt erlebt die Pastinake einen zweiten Frühling: "Das ist ein altes Gemüse, das man früher eher verschmäht hat, und das jetzt wieder in Mode gekommen ist. Es ist sehr vielseitig, hat sehr viel Vitamin C und vor allem viel Kalzium." Gerade bei Kindernahrung sollte die Pastinake nicht vergessen werden, meint er. Pastinaken sind bräunlich bis gelb, kegelförmig und schmecken wie eine Mischung aus Petersilienwurzel und Möhre.
Blätter müssen quietschen
Beim Einkauf von Wintergemüse ist es wichtig, auf die Schnittstelle und die Festigkeit zu achten. Außerdem sollte beispielsweise Wirsing ein schönes, sattes Grün haben, so der Experte. Indiz für Qualität ist auch, wenn Blätter, die aneinander gerieben werden, quitschen. Damit die Frische möglichst lange erhalten bleibt, sollte Wintergemüse kühl lagern. Fallen die Temperaturen nicht unter minus vier Grad, können Kohlsorten auch bis zu drei Wochen auf dem Balkon liegen.
Schonend garen im Schnellkochtopf
Neben wichtigen Ballaststoffen enthalten Wintergemüsesorten große Mengen Vitamine. Wirsing, Grün- und insbesondere Rosenkohl haben viel Vitamin C, sogar mehr als Zitronen, Apfelsinen oder Kiwis. Weiß- und Rotkohl setzt sein Vitamin C erst beim Kochen frei. Ernährungswissenschaftlerin Katrin Kleinesper rät jedoch zum Schutz der hitzeempfindlichen Vitamine, das Gemüse nicht zu lange zu kochen: "Ein Schnellkochtopf bietet sich an, weil er die Garzeit kurz hält." Das begrenze Vitaminverluste und das Gemüse werde dank des Druckes schonend gegart.







