Spielspaß für Familien
Gesellschaftsspiele sind typische Weihnachtsgeschenke. Wenn die Regeln nicht zu kompliziert sind, kann der Spielspaß noch unter dem Tannenbaum beginnen. Hier drei neue Spiele für Familien.
"Fits": "Tetris" ohne Rechner

"Fits" ist wie das Computerspiel "Tetris", nur ohne Computer. Stattdessen müssen die Formen als reale Plastikteile so ineinander gefügt werden, dass möglichst wenig Lücken entstehen. Das Spiel ist in fünf Minuten erklärt und für Kinder ab acht Jahre genauso spannend wie für Erwachsene. Eine Runde zu spielen, dauert etwa zehn Minuten. Wer mag, kann auch vier Runden mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielen. Trotz der einfachen Regeln wird es nie langweilig. Zur Not kann man "Fits" sogar alleine spielen.
- "Fits", Verlag Ravensburger, ab acht Jahre, Preis um 20 Euro
"Bananagrams": "Scrabble" ohne Brett

"Bananagrams" ist wie "Scrabble" - nur ohne Spielbrett. Jeder bekommt einen Berg Buchstaben und muss daraus sein eigenes Kreuzwort-Gitter legen. Wer alle Buchstaben untergebracht hat, muss einen neuen ziehen - und alle anderen Spieler auch. Mit Glück passt der neue Buchstabe an ein Wort, wenn nicht, muss man alles umlegen. Natürlich sind auch bei "Bananagrams" nur existierende Wörter erlaubt. Das Spiel überzeugt ebenfalls durch einfache Regeln und einen schnellen Spielaufbau: Buchstaben auskippen und es geht los. Laut Verlag ist es für Erwachsene und Kinder ab acht Jahre geeignet. Kinder müssten allerdings mit weniger Buchstaben spielen, sonst fühlen sie sich schnell überfordert. Mit Bananen hat das Spiel übrigens nichts zu tun, außer dass es in einer lustigen Bananentasche aufbewahrt wird.
- "Bananagrams", Verlag Kosmos, ab acht Jahre, Preis um 20 Euro
"Die Tore der Welt": Nachfolger von "Die Säulen der Erde"

Das Literaturspiel "Die Tore der Welt" ist wie sein Vorgänger "Die Säulen der Erde" - oder zumindest sehr ähnlich. Kein Wunder, denn auch die entsprechenden Bücher weisen große Gemeinsamkeiten auf. Beide Romane stammen von Ken Follett, spielen in der englischen Stadt Kingsbridge und es geht um das Leben und Sterben im Mittelalter. "Die Tore der Welt" setzt 200 Jahre später ein als sein Vorgänger. Die Bewohner von Kingsbridge müssen immer noch bauen, wenn auch keine Kathedrale mehr. Zudem müssen sie medizinisches Wissen erwerben, denn im späteren Spielverlauf bricht die Pest aus. Wer dann keine Kranken pflegen kann, verliert Siegpunkte. Das eher aufwendige Spiel ist für zwei bis vier Spieler ab 12 Jahre geeignet. Die Anleitung ist verständlich und ausführlich. Wer sich einmal in die Regeln vertieft hat, merkt, dass "Die Tore der Welt" deutlich unkomplizierter ist als vergleichbare Spiele. Die Autoren haben es wieder geschafft, die Atmosphäre der Romanvorlage auf ein Gesellschaftsspiel zu übertragen - ein Vorhaben, dass schon oft gescheitert ist.
- "Die Tore der Welt", Verlag Kosmos, ab zwölf Jahre, Preis um 30 Euro






