Wespen-Plage
Jedes Jahr ab August tauchen sie vermehrt auf Terassen und in Cafés auf: Wespen. Wer ein Nest auf seinem Grundstück entdeckt, möchte es am liebsten los werden. Doch nicht alle Wespennester dürfen einfach zerstört werden. Viele Wespen stehen nämlich unter Naturschutz. Nur die Bauten der so genannten "gemeinen" oder auch der "deutschen" Wespe dürfen entfernt werden. Oder noch besser: umgesiedelt. Das ist auch Naturschützern viel lieber.
Keine Angst
Wenn sein Handy klingelt, ist Gefahr im Verzug. Wespen-Gefahr. Aber Bent Schubert aus Elmshorn hat keine Angst vor den schwarz-gelb gestreiften Insekten. Denn der Hobby-Imker kennt sich aus mit Wespen. Er sorgt in Hamburg und Umgebung dafür, dass sie verschwinden, wo sie stören. Mit einem extra schwach eingestellten Staubsauger saugt Schubert die Wespen in einen speziellen Transportkasten. Er selbst trägt Schutzkleidung: Gummistiefel, Overall aus dickem Stoff, Lederhandschuhe und Imkerhut. Chemie benutzt er nicht.
In diesem Jahr muss Schubert häufiger los als sonst. Von einer Wespenplage wollen Biologen zwar nicht sprechen, trotzdem schwirren momentan mehr Wespen herum als in den vergangenen beiden Jahren. Der Grund: Das milde Frühjahr, erklärt Kristof Wesolowski vom Naturschutzbund NABU. Die Wespen seien im Öko-System unersetzlich, betont der Biologe. Sie fressen Schädlinge und bestäuben Pflanzen. Deswegen rät Wesolowski, Wespennester nur dann entfernen zu lassen, wenn es gar nicht anders geht.
Stand: 21.08.2009 07:38 Uhr






