Der hippokratische Meineid - Ärzte im Dienst des Ministeriums für Staatssicherheit
Feature von Christian Blees - Produktion: RBB 2008
Allein zwischen 1946 und 1961 verließen rund 8.000 Ärzte die SBZ/DDR. Daher knüpfte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) innerhalb des staatlichen Gesundheitswesens ein engmaschiges Netz inoffizieller Mitarbeiter. Sie sollten zum einen Kollegen ausfindig machen, die mit einer Flucht in den Westen liebäugelten, zum anderen Patienten überwachen, bei denen es sich um potenzielle "Staatsfeinde" handelte.
Die Sendung zeigt anhand ausgewählter Einzelschicksale, wie sehr manche DDR-Bürger unter der geheimen IM-Tätigkeit ihres Arztes oder Kollegen zu leiden hatten - und dass selbst heute viele Mediziner nach wie vor unbehelligt ihrem Beruf nachgehen, die ihre Patienten oder Kollegen seinerzeit an das MfS verraten haben.








