NPD-Fraktion beschäftigt Attentäter als Praktikant

Die NPD im Schweriner Landtag beschäftigt nach Informationen von NDR Info seit Oktober einen Rechtsextremisten, der unter anderem wegen Beteiligung an einem Sprengstoffattentat verurteilt wurde. Im hinter verschlossenen Türen tagenden Ältestenrat des Landtages hat diese Tatsache am Mittwoch für Empörung gesorgt.
Der 27 Jahre alte Rechtsextremist Patrick Wieschke stand mehrfach vor Gericht - nach Informationen des mobilen Beratungsteams "Mobit" in Thüringen unter anderem wegen Körperverletzung und wegen Beteiligung an einem Sprengstoffattentat auf einen Döner-Imbiss. Bei der NPD-Fraktion in Schwerin absolviert Wieschke nach Informationen von NDR Info ein bis zu fünfmonatiges Praktikum. Es dient seiner Vorbereitung zum Spitzenfunktionär im Thüringer Landtagswahlkampf 2009.
Wieschke gilt in NPD-Kreisen als Spezialist für subversive Aktionen. So versuchte er offenbar, NPD-Mitglieder unter falschem Namen bei anderen Parteien zu platzieren, unter anderem bei den Jusos. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion in Schwerin, Reinhard Dankert, sagte NDR Info, es sei ein Skandal, dass die NPD-Fraktion rechtskräftig verurteilte Sprengstoffattentäter beschäftige. Dies zeige, dass das Biedermann-Image der NPD nur eine Maske sei.
Stand: 14.11.2007 12:25 Uhr





