The making of "Kind of Blue". Die Geschichte des legendären Miles-Davis-Albums

"Magisch" sagen die einen und lassen sich vom Sound des Albums verzaubern. "Sinnlich und romantisch" sagen andere und nutzen die Musik zum Verführen. Das Geheimnis von "Kind Of Blue" ist bis heute nicht recht zu erklären. Als Miles Davis am 2. März 1959 mit seinem Sextett in das Studio der Plattenfirma Columbia in der 30sten Straße in New York ging, da konnten er und seine Musikerkollegen noch nicht wissen, welchen Meilenstein sie in sechs Stunden an diesem Tag und in einer zweiten, dreistündigen Session sieben Wochen später aufnehmen würden.
Die 45 Minuten Musik wurden zu einem der meistverkauften und einflussreichsten Alben der Jazzgeschichte. Gemeinsam mit John Coltrane, Cannonball Adderley, Bill Evans, Wynton Kelly, Paul Chambers und Jimmy Cobb schaffte Miles Davis es, nur mit ein paar Musik-Skizzen für diese Aufnahmesession ausgerüstet, eine wegweisende Musik zu kreieren.
Ashley Kahn, glühender Jazzfan und Autor mehrerer akribisch recherchierter Jazzbücher, hat sich intensiver mit "Kind Of Blue" beschäftigt als jeder andere. Für sein Buch über die Entstehung dieses Meisterwerks hat er das musikalische Umfeld von Miles Davis während der 50er-Jahre durchleuchtet, unendlich viele Dokumente in den Archiven der Plattenfirma gesichtet und Zeitzeugen befragt. Kahn hat Antworten auf die Frage gesucht, wie "Kind Of Blue" damals in New York zum Mythos wurde, zu einem Album, das die Jazz-Welt veränderte und weshalb es Generationen von Musikern und Musikliebhabern bis heute in seinen Bann zieht.
Sarah Seidel hat mit Ashley Kahn gesprochen und zeichnet im Jazz Special die Entstehungsgeschichte von "Kind Of Blue" nach.











