Randi Tytingvågs - "Let Go"

"Ein perfekter Bastard aus Jazz, Cabaret, Chanson und Songwriting" - urteilte das Magazin Jazzthing über Randi Tytingvågs im Herbst 2009 erschienes Album "Red". Das Jazzpodium sekundierte mit dem Adjektiv "großartig" und in einer "Audiophile Pop-CD des Monats"-Rezension lobte die Zeitschrift Audio einen beindruckenden "Jazz-Folk-Tango-Elektronik-Cocktail" von zudem "exzellentem Klang". Nun folgt Randi Tytingvågs im Jahre 2006 lediglich in Norwegen veröffentlichte Produktion "Let Go". Auf ihr demonstriert die 1978 in Stavanger geborene Künstlerin bereits eine Qualität, die ihre Genre übergreifende Musikmelange zu etwas Besonderem macht: Nämlich leicht fließende Melodien mit tiefgründigen Texten zu verbinden. Wiederzufinden in unaufdringlichen Klangbildern - musikalisch in Szene gesetzt von einer akustisch besetzten Band, in der mal der melancholische Hauch des Akkordeons, mal der schwerelose Klang des Pianos überwiegt.
Randi Tytingvåg phrasiert dabei mit ihrer überaus beweglichen, bemerkenswert intonationssicheren Stimme mit großer Präzision und lässt dem Spiel ihrer Begleiter dennoch genügend Raum. Etwa im chansonesken "Rat Race" wider dem alltäglichen Tretmühlendasein - oder im Titelsong "Let Go", einem Lied über das Werden und Vergehen der Liebe, von großen Träumen sowie der Fähigkeit Schwäche und Verletzlichkeit zu zeigen.
Obgleich fernab skandinavischer Schwere - wie sie manchmal Kolleginnen wie Solveig Slettahjell oder Sidsel Endresen eigen ist - zieht sich durch das Album dennoch ein Hauch von Melancholie. Auch Randi Tytingvåg gehört zu jenen Künstlerinnen, die es verstehen, mit ihrer Musik "böse Geister" zu vertreiben.
Randi Tytingvågs - "Let Go"
OZ 031 CD
Label Ozella Music









